Hanoi February 16, 2018

Frau auf den Gleisen der Train Street Hanoi am posen.
Stefanie auf den Gleisen der Train Street.

Zehnter Stopp unserer Weltreise als Backpacker 

February 16 - 19 , 2018 Hanoi, Vietnam

 

Unterkunft

Gebucht: Airbnb

 

OCEAN - Huge Privat room

Hàng Bồ Alley 66, Hoàn Kiếm, Hà Nội, Vietnam

 

 

Anreise 

 

Von Luang Prabang, Laos - Hanoi, Vietnam

 

Geteiltes Songthaew zum Flughafen 40'000.- Kip, CHF  4.50

Lao Airlines Flug nach Hanoi CHF 111.50 pro Person

Geteiltes Taxi vom Flughafen ins Zentrum von Hanoi CHF 12.50

 

 

Reisezeit:  6 Stunden 

Reisekosten insgesamt: 2'126'000.- Kip, CHF 240.- für zwei Personen.

 

 

Themen

      • Anreise von Luang Prabang - Hanoi per Flugzeug
      • Ein Fehler im Visum
      • Die Anreise per Lao Airline
      • Offizielle Taxis in Hanoi
      • Hanoi die Stadt
      • Die Vietnamesen
      • Die Läden
      • Die Ausgangsmöglichkeiten
      • Das Frühstück
      • Der Lotte Turm - das Burj Khalifa von Hanoi
      • Das Schuhdesaster
      • Ocean Tour Trip gebucht nach Halong Bay

Anreise nach Hanoi von Luang Prabang mit Flugzeug

Vier junge Reisende die sich ein Songthaew teilen um zum Flughafen von Luang Prabang zu fahren, zum nach Hanoi zu fliegen.
Sönke und Nicolas mit uns auf dem Weg zum Flughafen.

In unserem tollen Guest House haben wir bei der Abreise noch zwei nette Deutsche kennen gelernt, Sönke und Nicolas mit denen wir den Songthaew zum Flughafen teilen konnten. Es ist ja nicht so, dass sich der Preis durch das halbiert hätte, denn bekanntlich verrechnen sie ja gerne pro Person und noch pro Gepäckstück. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass wenn das Guest House das Fahrzeug bestellt, die Preise fairer bleiben.

Für zwei Personen inkl. Gepäck hätten sie ursprünglich 50'000.- Kip, CHF ca. 5.- gewollt. Zu viert bezahlten wir dann 80'000.- Kip.

 

Darum hier der Tipp: Lasst das Guest House euer Taxi etc. bestellen.

 

Der Austausch mit den Jungs über unsere Reiseerfahrungen positiv wie negativ hat die Fahrt sehr angenehm gemacht und so blieben wir auch am Flughafen an ihnen hängen.

Der Fehler im Visum

Beim Check-In fiel dem Beamten auf, dass auf dem Visum von Simon für Vietnam ein Fehler unterlaufen war. Er hatte aus dem Kopf heraus seine Passnummer online eingetragen, typisch der Herr Engineering, doch der Anfangsbuchstabe stimmte nicht.

Wir wurden weiter gewinkt und in schlechtem Englisch erklärte man uns, dass sie keine Verantwortung für Vietnam übernehmen würden.

Was immer das bedeuten sollte, abfliegen konnten wir so.

 

In Vietnam angekommen haben wir den Fehler auf dem Visum direkt gemeldet, damit es hoffentlich keine Unstimmigkeiten geben konnte. Der Herr am Schalter meinte er fülle ein Neues aus für gerade mal 10.-. Wir mussten 30 Minuten darauf warten.

 

Sönke und Nicolas warteten freundlicherweise auf uns beim Gepäckband, obwohl wir länger benötigten am Visum Schalter. Die Deutschen haben den Vorteil, dass sie ohne Visum zwei Wochen Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Ich schätze mal das liegt an der Zugehörigkeit der EU, denn Frankreich etc. waren auch auf der Tafel aufgeführt. Als Schweizer muss man unabhängig von der Aufenthaltsdauer ein Visum beantragen.

So entschieden wir uns gleich ein Mehrfach-Einreise Visum zu beantragen, für den Fall, dass wir auf dem Weg in den Süden auch weitere Orte in Laos ansehen wollten.

Für die Visa die wir zuvor online beantragt hatten, mit der Möglichkeit mehrfach einzureisen haben wir je 50.- bezahlt.

Ein Blatt Papier, ein Visa für zwei Wochen Vietnam mit Fotos von Frau und Mann.
Visum für Vietnam.

Lao Airline

Die Lao Airline flog uns ohne die kleinste Problematik, absolut pünktlich und sorgenfrei nach Hanoi. Innert gerade mal einer Stunde. Für diesen Flug haben wir pro Person CHF 111.50 ausgegeben. Es gab kostenlos ein Sandwich und ein Getränk nach Wahl.

Essen und Getränke, Bier von Beerlao plus Sandwich im Flugzeug, gehalten von Hände. Lao Airline.
Essens Packet im Flugzeug der Lao Airline.

Offizielles Taxi zum Guest house

Mit unseren neuen Freunden wollten wir auch dieses Taxi teilen. Beim Ausgang des Flughafens fing uns gleich der erste inoffizielle Fahrer ab und wollte 30.- von uns allen. Simon meinte das wir besser gleich eine Vietnamesische Sim-Karte kaufen sollten, bei den Shops ein paar Meter weiter. So konnten wir uns über die Preise orientieren.

Eine offizielle vietnamesische Website meinte wir müssten mit etwa 18.- rechnen. Die offiziellen Taxifahrer draussen am Flughafen wollten von uns vier aber auch 25.- haben. Wir argumentierten mit den Richtlinien, sie argumentierten mit den Feiertagen.

Wir sollten noch feststellen, dass man besser nie an ‚Chinese New Year’ nach Asien geht.

 

Für 25.- fuhr er uns dann bis zum Stadtrand, Dank Chinese New Year war es ihm nicht möglich weiter rein zu fahren; zumindest behauptete er das. Die Fahrt stellte sich als Erlebnis heraus, als der Fahrer auf einmal so laut Techno laufen liess, dass es für uns nicht mehr möglich war miteinander zu sprechen. Er fuhr schnell in die Kurven, wild umher und als er die Polizei überholte rief er ihnen sogar: ‚Fuck the Police!’ zu und wünschte uns darauf ein frohes neues Jahr. Ich war happy als wir aussteigen konnten. Der Fahrer strahlte uns an, als hätte er uns einen grossen Gefallen getan. Beim ersten Schritt auf dem Boden von Hanoi, weg vom Taxi, trat ich fast auf eine benutze Spritze die dort lag.

 

‚Wo bin ich hier gelandet’, fragte ich mich!

Hanoi die Stadt

Die Leute

Beleuchtete Brücke am See Hoan Kiem bei Nacht mit Baum und Blätter.
Beleuchtete Brücke am See Hoan Kiem.

Als wir den ersten Abendspaziergang rund um den See Hoan Kiem drehten war ich begeistert. Die Vietnamesen in der Hauptstadt waren super modern und stylisch gekleidet. Aufgrund ihres Festtages waren sie alle heraus geputzt und strahlend. Sie begrüssten uns freundlich und suchten Blickkontakt. Jedoch schauten sie uns nicht wie Kreaturen von einer anderen Welt an.

Mein erster Eindruck war, wir haben hier westliche Menschen mit asiatischen Gesichter.

Auf unserer ganzen Reise hatte ich noch keine High-Heels und Miniröcke gesehen und plötzlich war die ganze Stadt voll damit.

Die Läden

Im Zentrum fanden wir eine ganze Reihe von bekannten Fastfood-Ketten an, von Domino’s Pizza über KFC bis zu Burger King war alles vorhanden. Selbst Aldo war vertreten, ein aussergewöhnlich trendiger Kleider und Schuhe Shop, den ich in unseren Flitterwochen in Bali kennen gelernt hatte. In der Schweiz nur über Zalando bestellbar.

Dank Chinese New Year waren extrem viele Shops geschlossen während unseres ganzen Aufenthalts. Darum ist es mir nicht möglich allzu viel darüber zu berichten.

bunte Lichter und dicht besiedelte Altstadt in Hanoi mit vielen Menschen, Autos und Roller.
Hanoi Altstadt.

Die Ausgangsmöglichkeiten

In der Altstadt von Hanoi wimmelt es von Bars und Leuten, es ist eine dichte laute Ansammlung von Betrunkenen. Lachgas-Ballons werden herum gereicht und Joints auf den Tischen gebaut. Die meisten Bars lassen harten Techno laufen und in einigen kann man sogar tanzen.

 

In dieser dichten Masse, in schmalen Gassen fahren laufend hupende Roller durch und ab und an drängt sich tatsächlich selbst ein Auto im Schneckentempo durch. Im nüchternen Zustand ist diese Strasse kaum zu ertragen.

 

Am Ende des Gewusels trafen wir überaschenderweise auf Sönke und Nicolas, die gerade zwei Bier tranken. Ihr Guest House war 500m von uns entfernt, am anderen Ende des Sees. Es war ein witziger Zufall. Wir tauschten die Nummern mit ihnen und wollten sie wieder treffen.

Das Frühstück

Wir liefen spontan Richtung Zentrum als wir Frühstücken wollten und mussten feststellen, dass Hanoi keine klassische Touristenstadt ist. Wir suchten ewig nach einem Ort der klassisches Frühstück bietet wie die üblichen: English Breakfast, American Breakfast und Backpacker Breakfast auf unserer Reise.

Die ganze Stadt war übersäht von kleinen Aussenstände mit noch kleineren Stühlen und Tischen die lokales Essen anboten, von dem wir nichts verstanden.

Nach etwa 40 Minuten fanden wir ein nach Bier stinkendes Pub, mit viel zu lauter Musik, indem geraucht wurde und das aber tatsächlich ein Frühstück im Angebot hatte.

 

Lotte Turm

Die Aussicht aus dem Glaskasten des Lotte Turms. Frau sitzt am Boden und geniesst Blick auf die Skyline von Hanoi.
Stefanie im Lotte Turm.

Weil so viel geschlossen war, waren unsere Möglichkeiten für Unternehmungen gering. Wir suchten einen Markt auf, der nicht stattfand und entschieden uns zum Lotte Markt zu fahren, einem gigantischen Einkaufszentrum. Wir bestellten zwei Grab* Roller bei denen wir hinten aufsitzen konnten und waren in zehn Minuten für je 2.- dort.

Das Einkaufszentrum war natürlich auch geschlossen!

 

Beim Eingang sahen wir dass es sich eigentlich im Lotte Turm befand, dem Burj Khalifa von Hanoi. Er ist 253 Meter hoch, die Aussichtsplattform befindet sich auf dem 65. Stock und mit dem schicken Lift ist man in gerade mal 65 Sekunden ganz oben.

Da es mehrere tolle Glaskästen gibt, bei denen man durch den Boden hindurch sieht, hat man einen gewaltigen Eindruck von der Höhe.

Für Fotos eignet es sich auch sehr!

 

 

* Grab ist ein App ähnlich wie Uber bei dem man Fahrzeuge bestellen kann, die einem von A nach B transportieren.

 

Das Schuhdesaster

Auf unsere Reise brachte ich genau zwei paar Schuhe, ein paar offene Sandalen von Aldo die ich am 22. September während unseren Flitterwochen in Bali gekauft hatte und ein paar New Balance Turnschuhe. Beides qualitative Schuhe für die tägliche Benutzung, wie ich mir dachte.

Simon bemängelte bereits beim Kauf meiner Sandalen, dass das Gummiband am Schuh reissen könnte. Und genau dies geschah in Hanoi während ich sie anzog. So verbrachten wir einen ganzen Tag damit einen offenen Schuladen zu finden, um ein paar neue Schuhe zu bekommen. Nur um festzustellen, dass man mit der Grösse 40 als Frau in Südostasien aufgeschmissen ist!!

 

Die billigen Marktschuhe, von denen ich sowieso nicht begeistert war, gab es bis höchstens Grösse 38.

So entschieden wir uns als letzte Lösung den teureren Aldo anzupeilen, der Sandalen ab CHF 50.- hat. Wir zeigten den Mitarbeitern den kaputten Schuh, der ja nicht allzu alt war und der bei dem Preis erwartungshalber auch eine längere Lebensdauer aufweisen sollte. Doch sie wiesen uns mit der Begründung ab, dass die verschiedenen Aldo Läden nicht füreinander haften würden. Dies machte für mich bei einer Weltmarke wenig Sinn.

 

Selbst in diesem Laden war die Maximalgrösse eine Nr. 39. Da die meisten Modelle die 50.- nicht überschritten dasselbe Gummibändchen hatten, kauften wir gar keine.

 

Stefanie am Reisen mit einem Paar Schuhe, ich glaube das nennt man Grenzerfahrung! Haha*

Ocean Tours

Ein Mann zählt viel Geld ab für die Reise nach Halong Bay im Reisebüro Ocean Tours Hanoi.
9'384'000.- Vietnamesische Dong für den Ausflug zum Halong Bay.

Unsere neuen Freunde sahen wir leider nicht wieder, da sie sich spontan für eine Tour zur Halong Bay entschieden haben und wieder abreisten. Die wenigsten Menschen, die wir bisher in Vietnam trafen, waren grossartig begeistert von Hanoi.

Sie gaben uns aber den Tipp bei Ocean Tour zu buchen, auch im Vergleich zu Internet Arrangements wie Trip Advisor waren sie günstiger.

 

So gingen wir zu besagtem Büro und buchten auch eine Reise zur Halong Bay mit Übernachtung auf dem Schiff der Hibiscus Cruise in der einen Nacht und eine Übernachtung im Bungalow auf einer Privat Insel vor der Cát Bà Insel. Ich freue mich darauf euch davon zu berichten.

verfasst am 26.2.2018