Udon Thani February 1, 2018

Sechster Stopp unserer Weltreise als Backpacker 

February 1 - 2 , 2018 Udon Thani, Thailand

 

Unterkunft

Gebucht: Booking.com

Udon Backpackers Beds and Cafe

Amphoe Mueang Udon Thani, Udon Thani 41000, Thailand

CHF 17.- eine Nacht

 

Anreise 

 

Von Chiang Mai - Udon Thani

mit VIP24 Bus gebucht über 12Go Asia booking für je 875.50 Baht, CHF 26.-

Tuk Tuk von Udon Thani, Terminal 2 zu Terminal 1 für 100.- Baht, CHF 3.-

 

Reisezeit: 12 Stunden 

Reisekosten insgesamt: CHF 55.- für zwei Personen.

 

Themen

  • Anreise per VIP24 Bus - Falscher Ankunftsort
  • Udon Backpackers bed and cafe
  • Udon Thani - the city
  • Red Lotus Sea - Pracht der Natur

 


Anreise per VIP24 Bus

Da unser 30 tägiges Visum für Thailand per 3. Februar 2018 auslaufen würde, mussten wir uns langsam gegen Landesgrenze bewegen. Für jeden Tag Übertritt muss man eine Busse bezahlen. Das war aber nicht unsere schlimmste Befürchtung, sondern dass wenn wir Thailand erneut besuchen wollten, es eventuell Einreiseschwierigkeiten geben könnte. Wir entschieden uns als nächstes Reise Land für Laos. Um dorthin zu kommen, gab es diverse Möglichkeiten von Chiang Mai aus, auch fliegen wäre möglich gewesen. Da wir aber während unserer Reise vom Red Lotus Sea in Udon Thani gehört hatten und feststellten dass Udon Thani in der Nähe der Landesgrenze zu Laos lag, wollten wir es als Zwischenstation nutzen. Mit dem Bus von Chiang Mai nach Udon Thani waren es 12h Anreise und wir entschieden uns für einen Nachtbus um die Fahrt durchzuschlafen.

 

Dieses Mal wählten wir die teurere Variante, den VIP 24 Bus, der mehr Beinfreiheit und Komfort versprach. Für je 875.50 Baht, CHF 26.- bekamen wir bequeme, einstellbare Stühle, in denen man liegen und tatsächlich schlafen konnte. Eine Decke war vorhanden, die man auch dringend brauchte, da durchgehend stark die Klimaanlage lief. Das Angebot versprach Fernsehen, es hatte aber bloss zwei Geräte und auf keines der beiden hätten wir Sichtkontakt gehabt, was keine Rolle spielte, da sie sowieso nicht liefen.

Etwas enttäuschend war, dass das Angebot Essen versprach, lediglich aber eine Papiertüte mit Snacks verteilt wurden, in denen befanden sich Kekse, ein Küchlein, Erdbeersaft und ein Sojadrink. Eine zwei Deziliter Wasserflasche war offeriert, was sehr wenig für eine 12 Stundenfahrt ist, meiner Meinung nach. 

Natürlich hatten wir uns darauf vorbereitet und selbst Sandwiches, Chips und viel Wasser eingekauft, was sich sehr bewährt hatte.

Die Toilette war sauber, aber sehr eng und dürftig, immerhin war Toilettenpapier vorhanden.

 

Nach 22:00 Uhr wurde das Licht abgestellt und nicht einmal mehr eine Leselampe war vorhanden. Selbst auf der Toilette war es dunkel.

Zum ersten Mal bewehrte sich die Stirnlampe, die mir Simon auf Weihnachten geschenkt hatte und die ich auf Reisen stets ins Handgepäck nehme. Ich war alles andere als begeistert über dieses 'uncoole' Geschenk auf Weihnachten, aber er war sehr vorausschauend gewesen. So konnte ich zwei Kapitel lesen bevor ich einschlief. Danke Schatz!

 

Simon schlief sehr schlecht diese Nacht, ich aber schlief fast durch, trotz des Schnarchens des Passagiers hinter uns und anderen Geräuschen. Auch dass ich mein Reisekissen auf die Reise mitgenommen hatte, habe ich bisher verflucht, da ich es mehr herum getragen als genutzt habe. Doch auf dieser Fahrt war ich dankbar dafür und würde es nun mehr schätzen. 

Die Fahrt im allgemeinen war trotz den Unannehmlichkeiten okay und ich würde sie wieder buchen.

 

Wir sollten eigentlich um 8:20 Uhr beim Udon Thani Terminal 1 ankommen, aber um etwa 7:30 Uhr hörte ich jemanden Udon Thani rufen und weckte Simon. Er schaute auf das Google Map und meinte wir seien noch zu weit entfernt und es müsse noch eine weitere Station geben. Trotzdem stand er auf und fragte nach, als der Bus hielt. Sie forderten uns auf den Bus zu verlassen, was wir auch noch etwas benommen vom Schlaf taten. Als wir zur Tür raus kamen, luden sie bereits unser Gepäck aus und die ersten Tuk Tuk Fahrer stürzten sich auf uns und fragten wo wir als nächstes hin wollten. Egal aus welchem Gefährt du als Tourist raus steigst, es steht schon der Nächste da der dich aufdringlich wo anders hin bringen will. 

 

Wir waren noch etwas verwirrt, wo wir uns noch überhaupt befanden, ignorierten die Tuk Tuk Fahrer und liefen zum Bahnhofsgebäude, während sie uns folgten. In Erwartung am Terminal 1 anzukommen, wie es auch im Internet steht, hatten wir direkt daneben unser nächstes Hostel gebucht, da wir nur für eine Nacht bleiben würden und wieder vom Terminal 1 abreisten.

Der Herr im Bahnhofshäuschen nickte und wiederholte Terminal 2 wenn wir es sagten und nickte und sagte Terminal 1 wenn wir es sagten. Nach der dritten Nicke/Nachsprechen-Runde verliessen wir kopfschüttelnd das Bahnhofshäuschen wieder. 

Mir ist schon bewusst, dass wir uns in ihrem Land befinden und wir uns anpassen müssen.

Aber warum steckt man nicht ein paar Menschen in solche öffentlichen, touristischen Informationscenter die tatsächlich mehr als drei Wörter englisch sprechen?

 

Während wir nach draussen liefen, fragte der eine Tuk Tuk Fahrer wieder wo wir hin müssen, wir zeigten ihm die Adresse und er meinte 100.- Baht für beide. Es waren noch ganze vier Kilometer vom Terminal 2 zum Terminal 1 und wir stiegen ein. Wir fuhren durch den Morgenverkehr von Udon Thani, während Mütter ihre Kindern in Uniform auf Roller zur Schule brachten und endlich kamen auch wir an.

Modernes Hostel

Ich war völlig begeistert über die Wahl von Simon, das Hostel war neu und sehr modern. Alles war in rohem Beton gehalten und Neo Industriell.

 

Der junge Mann an der Reception (unsere erste Reception auf dieser Reise) sprach tatsächlich Englisch und sagte uns, er habe unser Zimmer upgraded. Wir waren im zweiten Stock und das Zimmer war ganz im Stil des restlichen Hostel. Ein weiss gehaltenes grosses Bett stand einladend da, aber was wirklich das Highlight war, war das moderne Bad. Die fast schon sterile Toilette lächelte uns an, wie selten doch der Anblick über ein Klo auf das man sich tatsächlich setzen will. Die Dusche war gross und in Steinplatten gehalten, mit einer Regenfall-Brause. Wir stellten uns beide ewig lang darunter und konstant warmes Wasser spülte den letzen Frust der Anreise von uns.

 

Im ersten Stock waren ein paar kuschlige Sofa zur Benutzung für alle und im Erdgeschoss war eine kleine Küche die gratis Kaffe und Toast offerierte. Geschirr, Kühlschrank und weiteres war zur freien Benutzung vorhanden und musste nach Gebrauch eigenständig wieder aufgeräumt werden. 

 

 

Das Udon Backpackers bed and cafe ist auf jeden Fall absolut empfehlenswert und preiswert bei einem Besuch in Udon Thani.


The city

Zu Fuss und per Roller hatten wir Udon Thani rund um das Terminal 1 erkundet. Eine saubere, moderne Stadt mit zum Teil schönen Gebäuden. Vergleichbar mit Chiang Mai, vielleicht noch etwas westlicher im Auftreten. Die Temperatur war auch westlich kalt, bisher der kälteste besuchte Ort in Thailand, wir benötigten durchgehen Jeans, Jacke und Turnschuhe. Was mir zuerst gleich auffiel war die hohe Präsenz von Polizei und Militär, was sich denke ich, mit der Landesgrenze Nähe erklären lässt. 

 

Was mir persönlich gut gefiel war der öffentliche Nong Prajak Park in dem die Thailänder rund um einen kleinen See, mit künstlich angelegten Palmen, joggten und Fahrrad fuhren, adrett in die selbe Richtung. An anderen Teilen dieses Parks wurde öffentlich eine Art Zumba oder ähnlicher sportlicher Tanz gemacht. Es hatte frei zugängliche Fitnessgeräte und im gesamten Park wurde massenhaft Fitness getrieben während des Sonnenuntergangs. So etwas wünschte ich mir zu Hause auch, aber leider würden die Wetterzustände dies nicht oft begünstigen.

Dieser sportliche Park in Udon Thani fand ich ganz bemerkenswert und bisher habe ich nichts vergleichbares in Thailand angetroffen.

Was uns leider gar nicht zusagte waren die Essenstände in Udon Thani. Wir suchten lange umher und fanden ganze Gebiete von Strassenmärkten, jedoch kein einziger war in Englisch angeschrieben und das System für uns nicht durchschaubar. Das Essen selbst war verhältnismässig teuer und als wir ein Schweine Steak bestellten zudem sie 80.- Baht sagte, schnitt sie nur einen Teil davon ab und servierte es auf Kohlraben Gemüse. An diesen Ständen waren wir überfordert und unzufrieden. Es war nicht sehr touristenfreundlich.

 

Am nächsten Tag assen wir später Mittagessen in einer grossen Mal gleich um die Ecke. Im Untergeschoss hatte es diverse Stände die zum Teil auch englisch angeschrieben waren. Aber auch dort war es eher schwierig zu verstehen was man wirklich bekam. Das Chicken im grünen Curry sah eher aus wie Füsse und wir benötigten lange bis wir uns an einem Stand für eine Suppe und etwas Reis mit Knoblauch Huhn entschieden. Der Koch aber versuchte uns zu erklären, dass wir mit einer Essen-Karte bezahlen müssten und zeigte auf eine aussenliegenden Kasse. Er hatte die blonde Dame zuvor schon dorthin gesandt und während Simon beim Essen wartete, ging ich zu dieser Kasse. Die blonde Dame lief bereits wieder missgelaunt von der Kasse weg als ich sie auf Englisch fragte, ob es nicht geklappt habe.

 

 

Auf Deutsch antwortete sie mir, sie spreche nicht gut Englisch und verstehe nicht was die Kassenangestellte von ihr wolle. Bisher dachte ich mir immer, was nützt gutes Englisch auf dieser Reise ohne ein Gegenüber der auch Englisch kann. Nun folgte die erste Situation in der ich mit meinem Englisch klar im Vorteil war. Die Kassenangestellte fragte ob wir wiederkommen würden, was wir beide verneinten. In diesem Fall müsse man nur den Betrag aufladen, den unser Essen tatsächlich kostet. Ich hatte mir diesen Betrag gemerkt und konnte ihn exakt aufladen. Die blonde Dame aber hatte sich nicht darauf geachtet und hätte wieder zurück zum Koch müssen. Ihr Glück dass Simon die selbe Suppe bestellt hatte, wie sie und ich ihr den Betrag sagen konnte. Sie folgte mir dankbar und endlich konnten wir unser Essen bezahlen.

Trotzdem muss ich sagen Udon Thani ist nicht wirklich touristenfreundlich eingerichtet wenn es ums Essen geht. Die blonde Dame bestätigte dies auch und sie war bereits zwei Wochen hier.

Simon aber war Udon Thani total verleidet! Stell dich nie zwischen einen Mann und sein Essen. (Lach)

Er war richtig froh Thailand nun zu verlassen. Ich meinerseits fand es nicht tragisch und schaue auf vier wundervolle Wochen zurück, in der es immer wieder anstrengende Situationen gab.

 

Was ich aber bemerken muss ist die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Udon Thani Bewohner. Noch selten wurden wir so offen und freundlich angelächelt auf den Strassen wie hier. In anderen Teilen Thailands besteht zum Teil eine spürbare Distanz zu den Touristen, nicht aber hier.

Red Lotus Sea

Der Red Lotus Lake ein wunderschöner See voller tropischen Seerosen, eine von Oben Aufnahme der Drohne, schöne Landschaft, viel grün und blau.
Red Lotus Sea Drone Dji Mavic Pro View.

Der eigentlich Grund für den Besuch von Udon Thani war einzig und allein der Red Lotus Sea. Der hat sich auch absolut gelohnt und jede Erwartung übertroffen. Was für ein bemerkenswert einzigartiger See und das sage ich als Schweizerin. Wir haben viele Seen in der Schweiz, die auch sehr schön sind. Für mich ist das Meer somit grundsätzlich interessanter und fantastischer, aber dieser See, ist wohl der schönste, den ich je gesehen habe.

 

Wir hatten am Tag zuvor bereits den Roller geholt für die Fahrt an den See, auf diese Weise kam die Anreise erneut einiges günstiger als eine Tour zu buchen. Simon hielt es wieder für Notwendig ein etwas stärkeren Roller zu mieten und der Tagespreis kam auf 400.- Baht, CHF 12.- ohne Versicherung. Wir standen um 7:00 Uhr auf, denn die Anreisezeit kam auf eine gute Stunde und führte durch ein paar schnuckelige Dörfer, zum Teil mit vielen neugebauten Häusern bewachsen, die tropischen Gärten hatten, die mir sehr gefielen. Wir sahen ewig lange Felder und kleine Flüsse über denen Netze hingen. Auf den Feldern standen kleine, verfallene Holzhütte und ab und an mal eine einsame Kuh. Es war eine romantische Fahrt und die Zeit verging wie im Flug.

Am See angekommen sahen wir sofort eine grosse Menge an kleinen Plastikbooten, für die wir uns aber nicht interessierten. Sie waren für Gruppen gedacht, hatten ein Sonnendach und kosten pro Person 300-500.- Baht, CHF 9-15.- pro Stunde.

 

Wir gingen an ihnen vorbei und fanden am äussersten Ende drei traditionelle schmale, lange Holzboote. Der nette Boots Kapitän wollte 300.- Baht für eine Stunde, die wir ihm bezahlten.

Er stiess das Boot mit uns an Board zuerst mit einem langem Holzstab vom Ufer ab und fuhr dann rasant mit dem kleinen Motor übers Wasser. 

 

Zuerst war der Himmel grau und bewölkt, aber dann taten sich die Wolken auf und die Sonne sorgte für eine noch schönere Stimmung. Wir hielten an fünf verschieden Stellen an und durften jeweils Fotos machen. Da Simon vom Boot aus mit der Drohne flog und dies mehr Zeit benötigte, fragten wir ob wir etwas verlängern könnten für einen Aufpreis. Wir waren nicht sicher ob er verstand, aber er sass jeweils gemütlich und gelassen hinten am Heck und liess uns gewähren. 

Als wir wieder an Land ankamen sagte er uns, das dies zwei Stunden gewesen seien und wir erneut 300.- Baht bezahlen sollen. Ich war etwas überrascht, aber Simon fand es völlig angebracht.

Somit haben wir für die zwei Stunden Bootsfahrt und den gemieteten Roller insgesamt CHF 40.- bezahlt.

Fand ich schon happig, aber die Eindrücke auf dem Wasser in diesem tollen Boot, nur für uns, waren es durchaus wert. Die Bilder die wir davon haben sind einmalig und für uns wertvoll.

Ein Halt über Udon Thani um an den Red Lotus Sea zu kommen, wäre auf jeden Fall eine Bereicherung einer Reise.

Romantisches Bild von Pärchen im traditionellen Holzboot am Red Lotus Sea zwischen den Seerosen, in Liebe.
Stefanie und Simon am Red Lotus Sea.

verfasst am 4.1.2018