Vientiane February 2, 2018

Never come back

ein Paar im Auto sitzend, lachend in Laos Vientiane.
Unterwegs in Vientiane Laos.

Siebter Stopp unserer Weltreise als Backpacker 

February 2 - 6 , 2018 Vientiane, Laos

 

Unterkunft

Gebucht: Airbnb

Pacific Vientiane Hotel

Vientiane, Chao Anou Road 01000, Laos

CHF 24.80 pro Nacht

 

Anreise 

 

Von Udon Thani, Thailand - Vientiane, Laos

mit Bus bis nach Nong Khai, weiter mit Tuk Tuk bis zum Zoll. 

Von Zoll zu Zoll mit kleinem Transportbus.

Mit Taxi vom laotischen Zoll bis zum Hotel.

 

Reisezeit: 4 Stunden 

Reisekosten insgesamt: CHF 20.- für zwei Personen.

 

Themen

  • Anreise Thailand - Laos per Landweg
  • der laotische Zoll
  • Kleiner Tipp - App
  • Geheimer Krieg von Laos - meist bombardiertes Land der Welt
  • Cope Laos (Prothesen)
  • Tierhaltung in Asien
  • Mobbing
  • Reise nie mit Naga Travel!
  • Sehenswürdigkeiten von Vientiane
  • Kurzes Fazit über Vientiane

Anreise von Thailand nach Laos über den Landweg

Tickets mit der Aufschrift 17:00 Uhr für 40 Baht, Nr. 3470 und Nr. 3471
Bus Fahrtticket von Udon Thani nach Nong Khai.

Etwas Naiv trat ich die Weiterreise an. Simon hatte mir erklärt wir müssen zum Udon Thani Terminal 1 und den Bus nehmen nach Nong Khai für gerade mal je 40.- Baht, CHF 1.20. Das unser Ziel Vientiane hiess war mir bewusst, doch die Terminals hier hatten oft eigene Namen und so hielt ich dies für unseren End Ankunftsort. ‚Günstig’!, dachte ich mir und stieg in den verspäteten Big Bus ein.

Nach einer guten Stunde trafen wir dort ein und wurden bereits wieder belagert von einem Tuk Tuk Fahrer, der uns weiter bringen wollte. Simon sagte zu ihm nein und suchte nach einem Bus der zum Zoll fuhr. Erst da wurde mir bewusst, dass diese Reise nicht so simple war wie die bisherigen, da wir über eine Landesgrenze reisen mussten.

 

Anscheinend gab es keinen Bus von Nong Khai aus bis zum Zoll und so fuhr uns der uns dauerhaft über den Bahnhof folgende Tuk Tuk Fahrer, nach kurzem Verhandeln, für 150.- Baht, CHF 4.50 an den Zoll.

 

Zoll Bus für 20 Baht pro Person, Überfahrt von Zoll zu Zoll.
Kleiner Bus der vom thailändischen zum laotischen Zoll fährt.

Beim Aussteigen am Zoll sprangen uns bereits die nächsten Thailänder an, um uns eine Taxifahrt wohin auch immer anzubieten. 

Simon erwähnte mir gegenüber, dass wir nun das Visa abklären mussten und uns laut Internet Recherche weitere aufdringliche Thailänder gegen Bezahlung den Dienst anbieten würden, den wir ablehnen sollen. Der Zolldurchgang auf Thailändischer Seite war einfach, Pass zeigen, Ausfuhrstempel darauf und weiter.

 

Draussen wartete ein kleiner Bus mit offenen Türen, der uns für je 20.- Baht, CHF 60 Rappen, zum laotischen Zoll fahren würden. Darin fuhr eine hübsche, gutgekleidete Mutter mit Kind mit, die sich uns als Laotin vorstellte und uns riet nach dem Zoll nicht die Taxis zu nehmen, welche uns auf jeden Fall zu viel berechnen würden. Sie empfahl uns den Green Bus zu nehmen, was wir uns merkten und wofür wir uns bedankten.

der laotische Zoll

Am laotischen Zoll waren drei nummerierte kleine Fenster mit der Aufschrift: Visa Application, doch alle waren geschlossen. Simon klopfte beim ersten an, eine Dame schaute hinaus und fragte nach unserer Nationalität, worauf sie uns zwei kleine Blätter zum ausfüllen gab und meinte wir müssen nicht mehr zurück kommen.

 

An einem Tisch mit zwei nicht funktionierenden Kugelschreibern, füllten wir die Blätter mit unseren eigenen Stiften aus und stellten uns beim Zollhäuschen an, die uns einen Stempel für 15 Tage Aufenthaltsgenehmigung in den Pass drückten. Bei Einreise über Land erhält man nur so viele Tage, bei Einreise per Flugzeug 30 Tage. Nun wollten wir durch den letzten Durchgang und zeigten dem Kontrolleur unseren Pass. Er liess uns nicht gewähren und meinte wir benötigen ein Visa und zeigte auf ein Häusschen in der Mitte des Zolls. Der Mann im Häusschen verlangte von uns je CHF 60 Rappen und gab uns eine Karte mit der Aufschrift: one way ticket.

Endlich konnten wir Laos passieren.

Plastik Karte mit der Aufschrift one way ticket, 15 tägiger Einlass/Visum nach Laos.
One way ticket nach Laos.

Draussen befielen uns augenblicklich wieder einige Taxifahrer, an denen wir vorbei gingen. Leider konnten wir nirgendwo einen Green Bus oder anderen ausmachen, selbst als Simon das Gebiet mit dem Skateboard auskundschafte.

Auch auf Hilfe der Laote konnten wir nicht zählen, da uns jeder nur ein teures Taxi andrehen wollte. Grab oder Uber gab es keine in Laos und so gingen wir resigniert zu einem Taxifahrer hin.

Er wollte 300.- Baht, CHF 9.- pro Person und völlig entnervt redete ich unaufhörlich auf ihn in Englisch ein, wie sinnlos dies pro Personen Preise sind, als müsste er uns einzeln fahren, auch im Wissen das er kein Wort verstehen würde. Ich sagte zu ihm 400.- Baht für beide, CHF 12.- und er soll uns vor dem Hotel ausladen, welches 12km entfernt war. Er schlug ein und 45 Minuten später kamen wir endlich im bescheidenen Pacific Vientiane Hotel an.

Kleiner Tipp

Das Currency App war eine gute Empfehlung unserer Freunde Nadine&Marcello, die wir in Bangkok noch am Ende ihrer Weltreise angetroffen haben. Einmal runter geladen und geöffnet, funktioniert es auch ohne Internetanschluss.

Falls man nicht einen einfachen Umrechungsweg für eine Währung für sich selbst heraus findet, kann man kurzerhand den Betrag im App eingeben und es zeigt einem den Betrag in der eigenen Währung an.

- Bei einem Landeswechsel lohnt es sich sehr! Wir waren froh, als wir vom Baht zum KIP umrechnen mussten, dieses App zur Hand zu haben.

Geheimer Krieg in Laos - das meist bombardierte Land der Welt

Als wir uns mit Laos und seiner Geschichte auseinander setzten, stiessen wir auf eine Kriegsgeschichte von der wir nie zuvor, noch nicht mal in der Schule davon gehört hatten. Jeder weiss um den schrecklichen Vietnam Krieg, doch der parallele Krieg in Laos verlief geheim ab und trat nicht an die Öffentlichkeit. Während ganzen neun Jahren von  1964 - 1975 warf Amerika 260 Millionen Bomben auf Laos ab, ohne das auch nur die amerikanischen Bürger davon wussten. 

Somit fielen alle acht Minuten, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, für 9 Jahre Bomben auf Laos!

 

Laos ist damit das in der Geschichte der Menschheit meist bombardierte Land der Welt, mit seinen gerade mal sieben Millionen Einwohnern.

Oftmals wurden selbst die Bomben die in Vietnam nicht genutzt wurden, auf dem Rückweg noch kurz über Laos abgeworfen. Dabei handelt es sich um 'Cluster Bombs', die sich während dem Abwurf öffneten und verteilten. Sie trafen eine Fläche von drei Fussballfeldern. 

 

Laos Krieg Cluster Bomben aufgehängt in Ausstellung in Vientiane.
Cluster Bombs Attrappe im Cope Laos.

 Der Krieg ist lange vorbei, nicht aber die folgen davon. Von den 260 Millionen Bomben die abgeworfen wurden, explodierten 80 Millionen, also fast 30% dieser Bomben nicht und befinden sich noch heute im laotischen Boden. 

Dies hat zur Folge, dass bis zum heutigen Tag noch täglich eine Person in Laos stirbt, die auf eine Bombe tritt. 40% davon sind Kinder, weil sie die Bomben mit Spielzeug verwechseln.

 

Die Laoten sind permanent mit Aufräumarbeiten und Bombenentschärfungsteams die Lage am beheben, doch sie wird noch Jahre andauern. Bis dahin ist es nicht sicher von einem Pfad abzukommen oder auch nur an einem Strassengraben zu pinkeln. Dieses Wissen ist selbst als Reisender sehr beunruhigend und hinterlässt stets ein mulmiges Gefühl, wenn man gewohnt frei seines Weges geht.

 

Zwei Gedanken kommen mir als Schweizerin zu dieser Geschichte:

- Wie gesegnet sind wir doch uns frei in unserem Land bewegen zu können, ohne damit rechnen zu müssen, dass ein falscher Schritt einem ein Glied oder das Leben kosten kann.

- Wie froh bin ich, als Schweizerin nicht für ein Verderben eines anderen Landes verantwortlich gemacht werden zu können und grundsätzlich überall auf der Welt willkommen zu sein. Denn wer ist der Schuldige für die Laoten? Amerika! Selbst wenn das ganze Volk nichts davon gewusst hatte, da es eine geheime Operation der CIA war, welche diese Entscheidungen getroffen hat. 

 

 

Wer gerne mehr über den Krieg wissen möchte, hier findet ihr einen guten Bericht von Galileo darüber in Deutsch.

Cope Laos - Helping people move on

Vientiane Laos Bombenteile. Mutter und Kind auch der Flucht vor Cluster Bombs.
Eine Mutter und ihr Kind flüchten von der Bombe hinter ihnen. Alles erbaut aus alten Bombenteilen.

In Vientiane gibt es das Cope Zentrum, welches einem einen Einblick schenkt, in die Kriegssituation die Laos tatsächlich durchgemacht hat. Ein Besuch dort ist nicht gerade aufbauend aber doch sehr interessant. 

 

4500 Felder müssen in Laos noch von den überblieben Bomben aufgeräumt werden. Bis zu dem Zeitpunkt wird es immer wieder neue Opfer geben die Hilfe von Cope benötigen, diese sind auf Spenden angewiesen. Menschen in Laos haben keine Krankenversicherung.

 

Da Vientiane eher eine ruhige Stadt ist, gibt es hauptsächlich kulturelle Dinge zu sehen. Das Cope Zentrum ist eine erschütternde und aufweckende Unternehmung. Sie helfen den Menschen die ihre Gliedmassen verlieren an Prothesen zu kommen oder zu lernen im Rollstuhl zu fahren.

 

Man kann sich auch online über Cope informieren und spenden, damit Menschen und vor allem Kinder, die eine Explosion überlebt haben, eine Zukunft haben. 

 

Der Einlass dort ist kostenlos, doch ist eine kleine oder grössere Spende erwünscht.

Wer will kann sich auch im Gästebuch eintragen und seine Eindrücke und Mitgefühl niederschreiben. 

Tierhaltung in Asien

Hasen und Hühner, Fasane und Hahn, Vögel und weitere Tiere in viel zu kleinen Käfigen in Gefangenschaft an einem Verkaufstand in Vientiane Laos.
Hasen und Hühner in Käfigen.

Auf Durchfahrten in Thailand hatte ich von Weitem auch bereits Tierverkaufs-Stände gesehen, die Tiere in engen Gitter hielten, aber in Laos liefen wir direkt daran vorbei.

 

Die Zustände waren grausam, viel zu viele Tiere waren in viel zu kleine Käfige gequetscht und gestapelt.  Hühner über Hasen, über Fasane, über andere Tiere. Man sah jedem einzelnen Tier an wie unwohl es sich auf den Gitterstäben Böden fühlte. Manche Vogelart flogen panisch und ununterbrochen vom einen Rand zum anderen des Käfigs. Nur die Tauben und Wellensittiche schienen die Situation einigermassen gelassen zu nehmen.

 

Die Wesen bedauernd zogen wir weiter, doch es folgte ein Tierhandel Stand nach dem anderen. 

Wer mich kennt weiss wie sehr ich Hunde liebe und die folgenden Stände haben mir das Herz gebrochen.

Tiere in Gefangenschaft die sich mobben

Süsse kleine Rassehunde in Käfigen in Gefangenschaft an einem Tierverkaufs Handel in Vientiane Laos. Weinende Frau.
Stefanie bedauert die Welpen.

Der eine Stand hatte massenhaft Hunde. Kleine Hunde, grosse Hund, Rassehunde, vorwiegend Welpen und sie hatten alle etwas gemeinsam, sie waren unglücklich. Manche jaulten unaufhörlich (Video unten) und andere hatten sich schutzsuchend zusammen eingerollt. 

 

Ich sah zu wie ein tollpatschiger Welpe sich den Fuss durchs Gitter einklemmte und sich unglücklicherweise in die falsche Richtung versuchte sich abzudrehen. Er jaulte lauthals, doch niemand half ihm und ich war fassungslos. Zum Glück konnte er sich noch selbst befreien.

 

Ein asiatisches Mädchen, meinem Eindruck nach die Tochter der Inhaberin, nahm einen Welpen nach dem anderen aus den Käfigen, um sie viel zu fest und unvorsichtig herum zu tragen und zu drücken. Danach legte sie die armen zitternde Dinger unsachte zurück in die Käfige, wo sie verstört zu ihren Mitgefangenen liefen.

 

Wir standen lange da, beobachteten und filmten die Szene. Am liebsten hätte man alle gekauft und frei gelassen oder mit nach Hause genommen, doch damit wäre das Problem nicht gelöst. Es benötigt ein Aufwecken der Asiaten in so vielerlei Anliegen, ein gutes Beispiel ist das Thema Plastik!

Doch was will man verlangen von einer Kultur die selbst noch wenige Hygiene und Gesundheitsvorkehrungen kennt? Die ihre Kinder in Pullover stecken, ohne Helm und auf ihren Rollern herum fahren. Sie gehen nun mal auch nicht besser mit ihren Tieren um, weil sie es nicht besser wissen und kennen. Mein Eindruck ist, dass hier noch viel mehr nach Tradition gelebt wird: 'Mein Vater war Bauer, also werde ich Bauer und führe den Hof genau wie er es getan hat.' Die Entwicklungen schreiten langsam voran und so kann man nur hoffen, dass es besser wird mit den Jahren. Auch für die armen wehrlosen Tiere!

 

Am allerletzten Käfig Stapel angekommen, zeigte Simon mit offenen Mund auf einen Taubenkäfig, der ganz zuunterst war. Geschätzte 12 Tauben befanden sich in dem kleinen Käfig und allesamt hackten sie auf den Kopf einer einzigen Taube ein, die völlig blutüberströmt war. Das war zu viel für meine Seele und ich lief weinend davon. Wie grausam Menschen auf der Welt zum Teil mit Tieren umgehen ist mir nun mal bewusst. Dass es Tiere gibt die andere Tiere töten um sie zu essen und ihr Überleben zu sichern, kann ich auch nachvollziehen. Warum aber Tiere der selben Gattung ihre Gefährten zu Tode piesacken, kann oder will ich nicht verstehen. Hier sind wir beim Thema Mobbing bis zum Tode.

Ist das Leben nicht für sich genug schwer? Braucht es da noch Mitmenschen oder Mit-Tiere, die einem ihren Frust abladen und einem zusätzlich quälen? Was sind das für Lebewesen die es mit ihrem Gewissen vereinbaren können, anderen zu schaden und sich dabei noch gut zu fühlen?

Never travel with NAGA Travel!

Unsere bisher anstrengendste Reiseerfahrung

Die Weiterreise haben wir bei mit 12.go Asia NAGA Travel gebucht. Es war ein reinstes Desaster, ja ein gerade zu krönender Abschluss für unsere sowieso schon negative Meinung zum Vientiane Aufenthalt.

Die Abreise per Mini Van sollte um 14:00 Uhr beim Restaurant Khop Chai Deu geschehen. Das E-Mail riet uns 60 Minuten zuvor dort ein zu checken. Als wir um 13:00 Uhr dort ankamen, trafen wir zur linken des Restaurants eine Theke eines Reisebüros an und zeigten der Dame unsere Ticket. Sie nickte, sagte Vang Vieng, wohin das Ticket uns schliesslich führen sollte und bat uns mit einer Gester, uns an die Restaurant Tische zu setzten, was wir auch taten, direkt neben dem Eingang um gute Sicht auf die Strasse zu haben. Unser Gepäck neben uns verstaut tranken wir noch einen Kaffe und Saft und warteten.

Um 13:50 war ich langsam unruhig, da der Mini Van noch nicht aufgetaucht war und ärgerte mich, dass man uns 60 Minuten früher hin bestellt, einzig um hier wohl noch etwas zu konsumieren.

Als um 14:00 Uhr immer noch kein Wagen ersichtlich war, fand Simon das noch immer nicht beunruhigend. ‚Wir sind halt im Ausland, hier läuft alles etwas anders!’

 

Um 14:15 Uhr ging er zu der Dame an die Theke zurück und fragte wo der Bus bleibt. Sie hatte keine Ahnung wovon er sprach. Sie gehörte überhaupt nicht zu dieser Gesellschaft und ihr das Ticket vorher zu zeigen, hatte überhaupt nichts bewirkt.

Simon stand mitten auf die Strasse und rief am ganzen Körper angespannt, die Telefonnummer an die uns als Laos Hotline im E-Mail angegeben wurde. Ich hörte wie er aufgebracht in Englisch mit dem Fahrer sprach: ‚was soll das heissen vor einer Stunde abgefahren? Wir waren seit 13:00 Uhr vor Ort genau wie in der E-Mail erwünscht! Natürlich sollen sie jetzt umkehren, wir haben diese Fahrt schliesslich gebucht! Nein wir werden nicht erst morgen um 9:00 Uhr fahren, wir haben für heute bereits eine Unterkunft gebucht!’

 

Wütend wie nur selten kam er fassungslos an den Tisch zurück, während ich ihn nur fragend anschaute: ‚und jetzt?’

Der Fahrer meinte noch wir sollen mit dem Hauptsitz in Thailand sprechen, dort aber nahm niemand das Telefon ab. Er hackte auf der Tastatur seines Lap Tops herum, gleichzeitig schrieb ich der 12.go Asia eine E-Mail, schilderte den Vorfall und bat um einen baldigen Anruf.

 

Simon entschied sich weitere Reisebüros in der Strasse ab zu klappern, auch Autovermietungen fragte er an, doch alle waren entweder für den heutigen Tag ausgebucht oder wahnsinnig teuer. Ich bewachte unser Gepäck und erhielt prompt eine Antwort per E-Mail von 12.go Asia, was ich nicht erwartet hätte.

Sie rieten uns lediglich den Fahrer anzurufen und meinten sie hätten ihm eine SMS gesendet.

 

Da dies bereits geschehen war und der Fahrer sich weigerte umzukehren, half uns das gar nichts. Simon kam zum dritten Mal zurück, seine Wut war etwas verraucht und er hatte eine Lösung gefunden. Ein Reisebüro hatte ihm erklärt, dass es 7,6km weit weg einen öffentlichen Bus Bahnhof geben würde, dort würde der letzte Bus 16:30 nach Vang Vieng fahren.

Ein Email das aufzeigt das die Fahrer von Naga Travel nicht zurück schrecken zu Lügen, nachdem sie einem nicht abgeholt hatten wie abgesprochen.
Never travel with Naga Travel.

Nachtrag: In weiteren Abklärungen mit der Buchungsfirma stellte sich heraus, dass der Fahrer behauptete er habe uns im Restaurant gerufen und gebeten einzusteigen. Da wir aber seiner Bitte nicht nachgekommen sind, sei er ohne uns abgefahren!

 

Zur Zeit steht unser Wort gegen seines und wir sind immer noch in Kontakt mit der Vermittlungsfirma 12.go Asia, welche Verständnis für uns zeigt und uns glauben schenkt, damit wir unser Geld zurück erhalten.

 

Auch hat uns die Firma versichert eine weitere Zusammenarbeit mit Naga Travel zu überprüfen. 

Ehepaar wütend wegen Naga Travel im Auto. Sauer, unzufrieden! Schlechte Bewertung.
Stefanie und Simon völlig entnervt im Auto zum Busbahnhof ausserhalb von Vientiane.

Für je 50'000 KIP, CHF 5.- fuhr uns ein Fahrdienst bis an diesen Bus Bahnhof. Ich werde nie verstehen, warum man bei einer Taxifahrt den Preis pro Person bezahlen soll. Es ist absolut sinnlos, da die Fahrt die gleiche ist, egal mit wie vielen Personen an Board!

Das kleine bisschen mehr Benzin, welches das Mehrgewicht benötigt, rechtfertigt in keiner Weise einen Mehrfachen Preis.

 

Um 15:30 Uhr kamen wir am Bus Terminal an. Der nette Fahrer zeigte uns noch zu welchem Mini Bus wir gehen sollten, doch dieser war bereits voll. Der Fahrer dieses Busses brachte uns aber zu einem weiteren, komplett leeren Bus, welcher auch nach Vang Vieng fahren sollte. Wir luden unser Gepäck auf den Wagen, bezahlten erneut je 50'000 KIP und fragten den Fahrer um welche Zeit dieser los fahren würde. Er verstand kein Wort. Noch nicht einmal ein Zeigen auf eine Uhr oder Finger hoch strecken halfen der Verständigung.

 

Der Fahrer des vollen Busses konnte uns dann weiterhelfen. Es gab keine Abfahrtszeit!

Der Wagen fährt dann los, wenn er voll ist. So etwas hatte ich bisher nur von Afrika gehört. Nun standen wir neben dem Wagen, unser Gepäck bewachend und warteten bis um 16:35Uhr bis dieser losfuhr. Er hielt an der nächsten Ecke an und wartete unergründlich bis um 17:05 Uhr hinter dem laufenden Wagen, bis ein Roller herbei fuhr, etwas in unseren Kofferraum lud und wir endlich weiter fahren konnten.

Die Fahrt ging durch eine Provinz und über schlechte Strassen, die einem an eine Achterbahn erinnerten. Es dunkelte bald schon ein, auf den Strassen gab es keine Lichter ausser diejenigen der anderen Fahrzeuge. Wir hielten kurz für eine Pinkelpause an und ein weiteres Mal direkt vor einem Essenstand, wo sich alle mit Chips und Getränke eindecken konnten.

 

Als wir nach drei Stunden nahe am Ziel waren, fiel mir auf, dass in sämtliche Gebäuden am Strassenrand kein Innenlicht brannte, sie hatten allesamt nur ein sehr schwaches Aussenlicht vor der Türe, wenn überhaupt.

 

Unser Wagen fing an an unergründlichen Stellen anzuhalten und lud Dinge wie Gurken aus dem Kofferraum ab, die jemand am Strassenrand entgegennahm und ihm Geld zusteckte. So also verdiente der Fahrer sich wohl etwas extra und darum fuhren wir auch zuerst um die Ecke nach dem Busbahnhof und luden Ware ein.

 

Einmal hielt er an einer Feuerstelle an, um das sich dem Anschein nach, die gesamte Dorfbevölkerung von geschätzten 40 Leuten befand. Im ganzen weiteren Dorf gab es kein helleres Licht als dieses Feuer. Insgesamt machten wir etwas fünf ungeplante Stops um sein Taschengeld aufzubessern. Ich musste erneut auf Toilette, doch er verstand dieses Wort noch nicht mal, als ich mich bei einem Stop vor ihm hin hurte und das Pinkeln nachahmte. Es war zum verzweifeln! Die schrecklichste Fahrt seit wir auf Reisen sind. Um 21:15 waren wir endlich in unserem neuen Bungalow in Vang Vieng. Es kann nur besser werden.

Buddhistischer Tempel aus dem 16. Jahrhundert ganz in Gold.
Phat Tat Luang
Der Triumphbogen von Vientiane Laos
Patouxay

Der Pha Tat Luang ist das National Symbol von Laos und eine der grossen Sehenswürdigkeiten in Laos. 

Ein buddhistischer Stupa aus dem 16. Jahrhundert.

Der Patouxay ist der Triumphbogen von Vientiane Laos, der aufgrund des neun Jahre andauernden Krieges nie völlig fertig gestellt wurde. 


Kurzes Fazit über Vientiane

Da Laos einst eine Französische Kolonie war, ist die Hauptstadt Vientiane im Stil französisch angehaucht. An den kleinen Gärten und Mauren kann man den Stil erkennen. Die Stadt hat etwas romantisches aber auch modernes an sich. Nirgendwo wir man bessere Brötchen und Gebäck finden. Wir hatten das Beste wenn auch teuerste Frühstück in Vientiane.

Diese Stadt hat hauptsächlich kulturell etwas zu bieten, ist aber sonst eher ruhig und unscheinbar. Für uns wäre Vientiane niemals ein Urlaubsziel, sondern diente hauptsächlich der Durch und Weiterreise in andere Orte von Laos.

Nach unseren Erfahrungen dort möchten wir tatsächlich auch nicht wiederkommen. Auf unserer Reise bisher, hat Vientiane am schlechtesten abgeschnitten. 

verfasst am 8.2.2018