Vang Vieng February 6, 2018

ein Mann läuft über eine orange Hängebrücke vor ihm die grünen Berge von Vang Vieng.
Brücke in Vang Vieng.

Achter Stopp unserer Weltreise als Backpacker 

February 6 - 10 , 2018 Vang Vieng, Laos

 

Unterkunft

Gebucht: Agoda.com

 

Molina Bungalow

Vang Vieng City Center, Vang Vieng, Laos 

 

Anreise 

 

Von Vientiane - Vang Vieng

 

unwahrscheinlich schwierige Anreise.

Zuerst gebucht über Naga Travel, nie wieder!

Stattdessen mit dem Taxi zum lokalen Busbahnhof und weiter mit dem Local Mini Bus bis Vang Vieng.

 

Reisezeit: 4 Stunden 

Reisekosten insgesamt: 200'000.- Kip, CHF 22.- für zwei Personen.

 

 

 

Themen

    • Anreise von Ventiane - Vang Vieng
    • Partystadt mit Drogen
    • ATM Probleme / der laotische Kip erklärt
    • Simon fand Samsung
    • Kaeng Nyui Wasserfall - lohnt sich nicht immer
    • Blue Lagoon 1 und die Höhle
    • Pha Ngern das Highlight von Vang Vieng

Anreise von Vientiane nach Vang Vieng

Die Anreise war eine einzige Katastrophe und die schlimmste bisher auf unserer gesamten Reise. Den Bericht dazu findest du unter: Laos, Vientiane 2.2.2018 Never Travel with Naga Travel.

 

Übrigens das Geld haben wir mittlerweile zurück erhalten.

Partystadt inklusive Drogen

Vang Vieng ist in gewissermassen das Pai von Laos, somit gefiel es uns sehr gut und die Strapazen der Anreise hatten sich gelohnt. Die Stadt zieht mehr junge Leute an und bietet viele schöne Bars und auch einige Clubs an. Der Sakura Club versprach sogar täglich gratis Drinks von 19:00 bis 20:00 Uhr und selbst nach dieser Uhrzeit waren die Drinks sehr erschwinglich.

Wir waren überrascht als wir, angelockt von der guten Musik, psychedelisch angehauchtem Deep House, in der Space Bar zu Abend assen und dort eine Spezial Karte vorfanden, die Marihuana und Magic Mushrooms anpriesen.

Sämtliches Personal waren westliche Leute, die völlig offen auf einen zugingen.

Wir sprachen unseren Kellner an, ob der Drogenverkauf nicht strengstens verboten sei, und wie es für eine Bar möglich sei offiziell welche zu verkaufen.

Sogar Warnhinweise hingen in der Bar, die besagten dass man für Drogen stark gebüsst werden könne.

Er erklärte uns aufrichtig, dass es in Vang Vieng gut sieben Bars gibt, welche offiziell inoffiziell solche Drogen anboten. Es sei der Polizei anscheinend lieber, wenn diese auf diesem Weg verkauft und einzig in jenen Lokals konsumiert würden, anstelle dass die eigenen Landsleute die Drogen auf den Strassen verkaufen. Kann so stimmen, kann aber auch einfach sein, dass die Polizei dort selbst das Schutzgeld kassiert, damit die Bars die Drogen verkaufen können.

Auf jeden Fall isst man sehr gut im Space, man kann sich locker mit der Bedienung unterhalten und sie haben die mit Abstand beste Musik.

Papier an der Wand auf dem steht dass Drogen in Laos illegal sind und mit 5 Millionen Kip gebüsst werden.
Warning

ATM Problem/laotische Kip– no money no fun

Wir versuchten an einem Abend bei fünf verschiedenen Geldautomaten der JDB Bank Geld abzuheben, aber bei keinem hatten wir Erfolg. Am nächsten Tag probierten wir es wieder und bei einem automaten der BCEL Bank hatten wir Erfolg. Die Höchstmenge die wir bei den BCEL ATMs mit einer Transaktion beziehen konnten waren gerade mal 1'500’000.- Kip, CHF 170.-. Während andere ATMs, wie z.B. die der JDB, höhere Beträge zuliessen, dafür 3% Gebühren verrechneten, waren die Gebühren bei BCEL 20'000 Kip, ca. 2.20 Fr. pro Transaktion.

 

Die höchste Note der Laoten ist die 100'000.- Kip, welche gerade mal ca. CHF 10.- wert ist. Aus den Automaten kommen in der Regel alles 100'000.- Noten, welche zum Teil schwer einzulösen sind. Ich musste einmal zur Toilette und die Dame am Eingang wollte 2000.- Kip dafür, also ca. 20 Rappen, ich hatte jedoch nur 100'000.- Noten dabei und es war für sie unmöglich diese zu wechseln. Am besten wechselt ihr die grossen Noten gleich in einem Supermarkt und habt immer Kleingeld dabei, auch wenn es ums Verhandeln geht.

Simon fand ein Handy

4 Menschen auf einem Gruppenfoto, zwei laotische Frauen und ein Schweizer Paar, dass ihnen ihr verlorenes Samsung Handy zurück gebracht hat.
Gruppenfoto mit Samsung Galaxy.

Simon fand auf unserer Rollerfahrt ein am bodenliegendes Samsung Handy. Es war ein Dual Sim Handy und hatte zwei laotische Sim Karten darin. Der Bildschirm war kaputt und dunkel, aber als er es an seine Powerbank anschloss, ging es hörbar an.

Sehr schlecht sichtbar standen einige laotische Zeichen und es war uns unmöglich irgendetwas zu entziffern oder zu bedienen.

Nach einer kurzen Zeit rief jemand an und Simon schaffte es den Anruf entgegen zu nehmen, obwohl wir uns nicht mit der Bedienung von Samsung auskennen und der Bildschirm unleserlich war. Eine aufgeregte Frau sprach in unverständlicher Sprache zu ihm und er wiederholte zwecklos und unaufhörlich: English, please English!, zu ihr.

Sie rief noch weitere zwei Mal an und verstand und sprach aber kein Wort Englisch.

Beim vierten Mal jedoch war ein Mann am Telefon der Englisch verstand und so verabredeten wir uns in einer halben Stunden bei unseren Bungalow, wofür wir extra vom Wasserfall, bei dem wir uns befanden, zurück fuhren.

Sie liessen uns 20 Minuten warten, bis sie erneut anriefen und dieses Mal gaben wir das Telefon der Bungalow Besitzerin, die sich mit ihr in laotisch austauschen konnte. Nach 30 Minuten kamen die Inhaberin des Handys mit Freundin und Vater an und bedankten sich für das Handy.

Sie streckten uns eine zusammengerollte Note hin, deren Wert wir nicht erkennen konnten. Wir lehnten danken ab und baten sie stattdessen um ein Gruppenfoto.

 

Tipp von uns: schalte den Bildschirm deines Handys, im Ausland in dem sie andere Schriften pflegen, nie auf fast vollkommene Dunkelheit.

Kaeng Nyui Wasserfall

viel zu wenig Wasser am unspektakulären Kaeng Nyui Wasserfall.
Kaeng Nyui Wasserfall

Den Wasserfall den wir übrigens bei Vang Vieng besucht haben, hat sich überhaupt nicht gelohnt. Es hatte kaum Wasser und war lediglich ein kleines, erbärmliches Rinnsal, das den Berg hinunter lief. Womöglich kann der Anblick in einer Zeit mit mehr Wasser durchaus lohnenswert sein, ich würde mich aber zuvor über die Wetterbedingungen erkundigen.

Blue Lagoon und Höhle

Viele Ausländer vor allem Koreaner in Schwimmwesten baden uns springen in das Blue Lagoon 1 und haben Spass.
Blue Lagoon 1.

Mit dem Roller begaben wir uns auch zum Blue Lagoon 1, eines von drei blauen Wasserlöchern. Es ist ein schöner natürlicher Ort, mit einem beindruckend blauen Wasser, jedoch überfüllt von koreanischen Touristen, die, wahrscheinlich betrunken, mit ihren Schwimmwesten von Bäumen ins Wasser sprangen.

(Foto)

Leider hat es uns nicht wirklich angemacht, dort mitzumachen. Trotzdem muss man sagen, ist ein schöner Ort und ein Besuch wert. Zudem kann man dort auch an Zip Lines schwingen und ein paar Essenstände findet man auch.

 

Wenn man die Treppen nach oben erklimmt, kommt man zu einer grossen Höhle. Zum Glück hatten wir unsere Stirnlampen dabei, die sich nun bereits zum zweiten Mal auszahlten. Unten am Absatz gibt es die Möglichkeit welche zu mieten, jedoch spart man sich das Geld, wenn man eigene dabei hat.

Die Höhle hat einen grossen Eingang, weshalb viel Licht einfällt.

 

Es ist relativ einfach möglich sie zu besteigen und den ersten Teil der Höhle zu begutachten. In der Mitte befindet sich, wie soll es auch anders sein, ein Buddha. Er liegt fröhlich und vergoldet da und ist umringt von kleinen Opfergaben und Räucherstäbchen. Wenn man weiter nach Innen dringt wird es vollkommen stockdunkel. Eine Dunkelheit düsterer als jede Nacht, kein Stern am Himmel, absolutes Schwarz. Es ist völlig still, nur sehr wenige Menschen gehen weiter in die Höhle hinein. Aber viele müssen schon drin gewesen sein, verraten die schlammigen Händeabdrücke an den Wänden.

Simon gefällt die Idee natürlich und sofort sucht er nach einer schlammigen Stelle am Boden und schmiert sich die Hände voll.

Ich bin eher wenig begeistert von ‚Dreck’ und gehe alleine weiter hinein. Es gibt steinige Stellen am Boden, die so dunkel und tief wirken, dass man sich lieber nicht in deren Richtung begibt. ‚Ein guter Ort um Leichen zu entsorgen.’, denke ich mir und gehe weiter bis die Decke niedriger wird. Ich bewege meinen Kopf nach oben und gerade mal 20 Zentimeter über meinen Kopf sehe ich eine fette Spinne. Damit war der Ausflug für mich beendet und schockiert komme ich zu Simon zurück, ohne ihm etwas davon zu sagen. Simon hat einen Spinnenphobie und in einer Umgebung mit unerforschten Tiefen spare ich mir die Info bis Draussen auf.

Leider ist er aber nicht gleichermassen in Aufbruchsstimmung und befasst sich lieber weiterhin mit seinem Schlamm Kritzeln an der Wand. Ich gehe alleine voran, bis er mir folgt.

Der Besuch dieser Höhle ist empfehlenswert, wer aber Angst vor Spinnen hat geht besser nicht tiefer hinein!

eine Höhle in Vang Vieng in der Nähe des Blue Lagoons 1, beleuchtet von der Sonne und eine Frau posiert an den Felsen im Sonnenlicht.
Stefanie in den Sonnenstrahlen der Höhle.

Pha Ngern

Das Highlight von Vang Vieng

Wunderschöner Ausblick vom Aussichtspunkt des Pha Ngern Berges in Vang Vieng. Eine kleine Holzhütte als Ruheplatz nach dem Aufstieg und eine Frau die darin kniet.
Stefanie in der Hütte auf dem Pha Ngern.

Das absolute Highlight unseres Besuchs in Vang Vieng war der Aussichtspunkt auf dem Berg Pha Ngern. Man läuft 40 Minuten einen Weg hinauf, der bemerkenswert mit Steinplatten ausgelegt wurde. An den Seiten befinden sich oftmals Bambusstöcke an denen man sich festhalten und hochziehen kann. Oben begegnet man darauf einem Schild das nach links zeigt und kühle Getränke verspricht. Es wirkt fast wie eine Lebkuchenhaus-artige Falle, doch es ist tatsächlich der richtige Weg. Eine kleine Familie mit Baby betreibt einen kleinen Stand, aufgebaut auf einem Berggrat und verkauft Bier und Softgetränke.

Das Gelände ist mässig gesichert mit einigen Brettern und Stangen und ein schmaler Weg führt zu einer kleinen Hütte am Abgrund, von der man einen beachtlichen Ausblick hat.

Man schaut auf das ganze Land hinaus, auf weitere Berge und kann Heißluft Ballons beobachten wie sie darüber hinweg schweben. Nach einem solchen Anstieg setzt man sich verschwitzt hin und spürt einen Frieden und eine Ruhe, die man heutzutage selten erlebt. Ich würde jederzeit wieder dorthin zurück kehren!

(Foto)

Würde man beim Schild rechts abbiegen, ginge es noch etwas weiter den Berg hinauf bis zur Spitze. Da es aber langsam eindunkelte und wir den Sonnenuntergang in der kleinen Hütte erlebten, entschieden wir uns nicht mehr weiter nach oben zu gehen. Auf dem Rückweg wurde es gänzlich dunkel, doch erneut waren unsere Stirnlampen ein riesen Vorteil und die Wanderung nicht zu gefährlich.

 

Wer nach Vang Vieng geht sollte diesen Aussichtspunkt nicht verpassen!

 

verfasst am 16.2.2018