Bangkok January 7, 2018

Themen

  •  zu Fuss durch Bangkok
  • Thailändische Touristen SIM Karte Erfahrungsbericht
  • Swisscom Achtung Roaming / Pre Paid Sim
  • günstige und teure Tuk Tuk Erfahrungen
  • Kitty Cat Cafe
  • Big Buddha
  • Gold Mountain

Bangkok zu Fuss

Drei von den sechs gebuchten Tagen in Bangkok haben wir bereits verbracht; vom Jetlag aber etwas ausgebremst, haben wir nicht allzu viel erlebt bisher. Hauptsächlich sind wir aufgestanden und einfach losgelaufen, haben keine Bikes oder Motorräder gemietet, sondern unseren Füssen und Herzen vertraut. Das interessante an Bangkok ist auch, du kannst um jede Ecke biegen und findest irgendetwas spannendes vor. 

Überall sind Strassenstände, die dir Fruchtsäfte, ungewöhnliche Speisen oder Kleidung anbieten. Was wir überaus schätzen an den Thailändern ist, dass sie wenig aufdringlich sind. Nur selten sprechen sie dich überhaupt an, wenn man an ihren Ständen vorbei geht, und ist man erst mal drinnen, lassen sie einen in Ruhe alles ansehen und auch wieder kommentarlos nach draussen gehen. In Bali waren die Verkäufer grauenhaft aufdringlich, man konnte keine zehn Meter gehen, ohne von irgendjemandem Massagen, Motorbikes oder Drogen angeboten zu bekommen.

 

Im Allgemeinen ist hier alles etwas langsamer und träger und so ist man auch schon mal mit seinem Frühstück fertig, bis der Kaffe kommt.

Auch als wir spontan in den KFC gehen wollten um Chicken zu essen, weil Simon eigentlich jeden KFC aufsucht, dem wir irgendwo auf der Welt begegnen, sagte man uns, wir müssen 30 Minuten auf unser Essen warten. Für Fast Food war uns das doch nicht 'fast' genug, worauf wir den Laden wieder verliessen.

 

 

Thailändische Touristen Sim Karte

Simon und Technik sind ja bekanntlich verwachsen, so wie siamesische Zwillinge, um sich das besser vorstellen zu können. So ist es nicht verwunderlich, dass wir, kaum hier angekommen, einen Mobile Laden aufsuchen müssen, um eine Touristen Sim Card zu kaufen. Ich gebe zu, das Handy oder besser gesagt das Internet rettet uns oft den Arsch. Es ist unser Reiseführer, Währungumrechungs-Überprüfer und Übersetzer. 

Generell kann man sich hier Taxis bestellen über das Grap App, so wie bei Uber und selbstverständlich nutzen wir vielerlei Features fürs Reisen wie; lonely planet, Airbnb, Kayak, google earth, trip advisor und vieles Weiteres.

 

Die Erfahrungen mit dem Sim Card Kauf war folgende; in den Tankstellenshops sprechen sie kaum englisch und somit entfällt eine gute Beratung. Als wir nach langem Suchen endlich einen Mobil-Shop namens DTAC gefunden haben, mussten wir lange auf Beratung warten. Die Angestellte sprach zwar etwas englisch, war aber offensichtlich nicht sehr begeistert davon, es anwenden zu müssen. Die Fragen und Antworten drehten sich im Kreis und so entschieden wir uns, dass erst mal nur Simon eine SIM Karte nimmt und zwar eine für einen Monat unbegrenztes Internet. Unbegrenzt sei anscheinend wirklich unbegrenzt, doch auf die Frage von ihm, ob das Internet auch volle Geschwindigkeit biete, erhielten wir keine klare Antwort. 

Nun haben wir unbegrenztes Internet im Schneckentempo. In Zahlen: 4Mb pro Sekunde, statt 100Mbps.

Anrufe kann man mit dem Datenplan, ohne zusätzliche Kosten nicht tätigen, wie bei jedem Pre-Paid kann man das Guthaben aufladen. Für dieses Angebot haben wir 545.- Baht bezahlt, das sind umgerechnet CHF 16.- Dies erscheint mir dann doch schon viel für einen Monat in Thailand.

 

Kaum aus dem Laden gekommen, erhielt ich plötzlich auf meinem Handy Whats App Nachrichten. Da ich mein Swisscom Abo vor der Reise gekündigt und auf Prepaid reduziert hatte, und mich auch nicht im W-lan befand, fand ich das seltsam. Swisscom gratulierte mir zu dem 100Mb Paket dass ich für 14.50 gelöst hatte, was eine automatische Funktion war und in keiner weise meinen Willen berücksichtigte. Da ich nun im Pre-Paid Stand war und über kein Abo verfügte, löste mir die Swisscom freundlicherweise einfach mal ein Datenpaket, welches dann auch mit den paar Whats App Nachrichten, welche automatisch rein kamen, aufgebraucht war. So erschienen mir die 16.- die Simon für einen Monat Thailand Datenplan bezahlte, auf einmal nicht mehr ganz so teuer.

Tuk Tuk Preise

Günstiges Tuk Tuk, Besuche von verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Bangkok Thailand.
Tuk Tuk Transportmittel in Bangkok.

Es gibt diverse Transportmittel in Bangkok, am bekanntesten ist aber wohl das Tuk Tuk.

Wie alle in der Touristenbranche probieren natürlich auch die Tuk Tuk-Fahrer einen völlig überteuerten Preis zu verlangen und hoffen die Touristen fallen darauf rein. Man muss wissen, dass die Thailänder uns Europäer, die problemlos mehrere Hundert Franken für einen Flug zu ihnen raus hinblättern, in ihren Augen einfach stinkreich sein müssen. Was wir für ihre Verhältnisse ja auch tatsächlich sind. Der durchschnittliche Monatslohn in Thailand ist bei etwa CHF 450.- 

 

Der Flug nach Thailand und zurück kostet uns ca. das doppelte, somit sind das zwei Monatslöhne die ein Thailänder aufbringen müsste, um in die Schweiz zu fliegen. Mal abgesehen davon, dass er nach dem Bezahlen des ersten Biers, bei dem er das fünffache des für ihn gewohnten hinlegen müsste, gleich wieder in den Flieger zurück steigen würde, kann sich ein durchschnittlicher Thailänder kaum einmal im Leben einen solchen Flug leisten.  

 

Damit wird auch etwas verständlicher, warum sie sehr bemüht sind, den von Geld strotzenden Touris ein paar Groschen mehr aus den Taschen zu ziehen. Die Tuk Tuk-Fahrer können dann auch mal aufdringlich sein, besonders in der Khao San Road fordern sie einem unnachgiebig auf, mit ihnen irgendwohin zu fahren. Es kam sogar vor, dass während wir an einem Zebrastreifen warteten, ein Tuk Tuk direkt vor uns auf dem Streifen anhielt und uns so den weg Abschnitt, der Fahrer ausstieg und seine Karte ausbreitete, um uns all die tollen Orte zu zeigen, an die er uns doch fahren könnte. Auch dreifache "No!" können sie gekonnt ignorieren und labern ununterbrochen, überfreundlich lächelnd, weiter. 

 

Altes schrottreifes unbrauchbares abgenutztes Auto in Bangkok, gut für Fotoshootings.
Altes unbrauchbares Auto in Bangkok Thailand.

Als wir gerade Fotos vor einem alten, unbenutzbaren Auto machten, sprach uns eine sehr freundliche Thailänderin an, welche uns unverbindlich jede Menge wertvolle Besichtigungs- und Verhandlungs-Tipps gab. Sie nahm sich sogar die Zeit und schrieb uns alles auf Papier. 

Sie fragte uns, was wir für diverses bereits bezahlt haben und nannte uns dann jeweils die Preise, die gerechtfertigt wären. Natürlich bezahlt mal als Touri für alles etwas mehr, aber es ist gut zu wissen, wenn man beim Verhandeln weiss, was ungefähr angebracht wäre.

Sie empfahl uns, bei den Tuk Tuk's immer darauf zu achten, dass sich kleine Fähnchen auf dem Dach befinden. Dies seien die Regierungs-Tuk Tuk's die nach fairen Preisen fahren würden.

 

Sogleich fuhr ein solches Tuk Tuk heran und sie winkte es zu uns, und obwohl wir zu dem Zeitpunkt keinerlei Absichten hatten ein Tuk Tuk zu besteigen, wurden wir überzeugt. 50.- Baht wollte er für sämtliche Punkte auf ihrer Liste, was umgerechnet gerade mal CHF 1.50 ist. 

 

 

Tatsächlich fuhr dieses Tuk Tuk mit uns zuerst zum grossen Budda, der aber anscheinend gerade renoviert wird und somit in einem Baugerüst sitzt, weiter zum Golden Mountain, was ein Tempel auf einem künstlichen Hügel ist, und zu guter Letzt zurück nach Hause in die Samsen Road, für die abgemachten ein Franken fünfzig. Dies aber nicht, ohne uns zwei Mal an einem Tourist Office abzuladen, welche einem unschlagbare Angebote für weitere Reisen und Besichtigungen offerieren würden. Für Touristen mag das zwar passen, aber für Backpacker ist es vollkommen überrissen. Mehrfach wurde behauptet, dass am 12. Januar das chinesische Neujahr sei, was ein offizieller Feiertag ist, darum hätten die Thailänder frei und es werde fast unmöglich, in den kommenden Tagen spontan was zu buchen. Darum muss man jetzt sofort zuschlagen!

 

Wir waren etwas verunsichert, da es ja unser Ziel ist, möglichst spontan voran zu gehen und uns nicht auf eine Route oder weitere Buchungen fest zu legen. Darum fühlten wir uns gedrängt, uns nun stärker mit der Reise auseinander zu setzten, jedoch unter uns und dem lieben Internet.

 

Vom angeblichen Chinese New Year am kommenden Samstag können wir weder etwas in den thailändischen Feiertagslisten finden, noch haben die Chinesen dann offiziell Neujahr, sondern erst am 16. Februar 2018. Trotzdem haben wir uns entschieden, dass wir weiter ans Meer möchten. Die Grossstadt Bangkok hat zwar noch so viel mehr zu bieten, aber wir können uns gerade wenig für den ganzen Tumult und die überteuerten Touristenattraktionen begeistern. Hört sich vielleicht seltsam an, aber vor dem Reisen benötigen wir erst mal ein paar Tage Ferien.

 

Da wir bis Mittwoch Bangkok gebucht haben, was auch völlig okay ist, und wir noch auskosten werden, geht es ab dann weiter nach Ko Samet.

Dieses liegt eine etwa vier Stündige Fahrt mit dem Bus und der Fähre entfernt im Südosten von Bangkok.

Als wir nach dem Transport googelten, fanden wir offizielle Angebote, Kosten 1000.- Baht für uns beide, umgerechnet etwa CHF 30.-

Hört sich nicht nach viel an, aber wenn man weiter sucht und sich zb.: mit Youtube Vlogs auseinandersetzt oder auf auf travelfish.org, findet man dann plötzlich Bus und Fähre für insgesamt 250.- Baht, also gerade mal CHF 7.50. 

Also werden wir mit der Sky-Rail zum Bus-Terminal Ekkamai fahren und dort auf den Bus umsteigen, der uns nach Ban Phe bringt.

Dann benötigen wir bloss noch die Fähre nach Koh Samet. Na das wird mir ja ein Abenteuer. Freu mich schon zu berichten.


Kitty Cat Cafe

Ein süsses, offenes Kaffe voller Rassenkatzen. Sie sind äussert zutraulich und kommen direkt auf einen zu, sitzen dann auch schon mal auf dem Kaffe-Tisch und wollen spielen. 

Big Buddha

Die grösste Statute in Bangkok.

Leider wegen Renovation gerade im Gerüstbau-Kleid und wenig ansehnlich. Rundherum gibt es aber auch noch religiöse Artefakten, die man sich ansehen kann.

Gold Mountain

Ein Tempel auf einem künstlich angesetzten Hügel. Viele Treppen zu besteigen, bei verstörendem Gebetslärm aus Lautsprechern.


verfasst am 7.1.2018