Bangkok January 10, 2018

Die Fähre nach Koh Samet von Ban Pae aus, Thailand.
Fähre legt los nach Koh Samet.

Travelling to Koh Samet

 

January 10, 2018 Bangkok - Kos Samet

 

Anreise per Taxi bis Ekkamai Bus Terminal (Eastern)

300.- Baht = CHF 10.-

 

Big Bus to Ban Phe

je 251.- Baht (502) = CHF 15.-

 

Fähre nach Koh Samet 

inklusive

 

Anreisekosten insgesamt: CHF 25.-

Anreisezeit ca. 6h

 

Themen

  • Frisörbesuche Erfahrungsbericht (Männer)
  • Schweizer Freunde Treffen am Ende ihrer Weltreise
  • Private Boots Tour auf dem Fluss von Bangkok
  • Ping Pong Show und Schockmoment
  • Die Weiterreise nach Koh Samet

Barbershop

In Bangkok zum Frisör zu gehen, kann man machen, muss man aber nicht. Natürlich ist es bedeutend günstiger als zu Hause, jedoch ist das Personal auch nicht professionell ausgebildet. Viel mehr lernen sie Haare schneiden, beim Zusehen eines anderen Frisörs, der auch schon selbst Haare schneiden, vom Zusehen gelernt hat. Eine richtige Technik beherrschen sie somit nicht und dem Haarschnitt sieht man das auch an. 

Da man als Mann aber auf einer längeren Reise sich entscheiden muss, ob er die Haare nun lang wachsen lassen will oder sich mit den inländischen Frisören, von Zeit zu Zeit auseinander setzt.

 

Ihr unterscheidet hier zwei Sorten Frisöre, jene die sich im hinten Ecken eines Nagel, Massage, Gesichtspflege, zum Teil sogar Tattoo-Studio, einen Platz eingerichtet haben, oder aber einen richtigen Barbershop. Für Männer das einzig Wahre, denn Barbershops sind tatsächlich nur auf Männer ausgerichtet und beherrschen Rasieren, Trimmen und Abstufen auf einem ganz anderen Level.

 

Ich führe euch hier die grossen Unterschiede auf, von den Ergebnissen eines Hinterecken-Frisörs und einem wahrhaftigen Barbershop.

Wunschfrisur Beispielbild

 

 

 

 

Schweizer Frisör CHF 35.-

Hinterecken-Frisör im gemischten Beauty Studio

 

 

 

 

200.- Baht = CHF 6.-

Der Barbershop

Prappai Puan Pom (Shave and Barber Shop)

1/13 Prachathipatai Rd, Khwaeng Ban Phan Thom, Khet Phra Nakhon, Krung Thep Maha Nakhon 10200

 

150.- Baht = CHF 4.50


met some old friends

Im Dezember 2016 sind Nadine und Marcello auf ihre 13-monatige Weltreise gestartet, was damals ein ganz entscheidender Auslöser für unsere heutigen Pläne war. Sie reisten von Südamerika nach Australien und weiter nach Südostasien. Während dem ganzen Jahr 2017 konnten wir die Bilder ihrer bewegenden Reise betrachten und unsere eigene Sehnsucht fürs Reisen wuchs damit unaufhaltsam. 

Als wir uns entschieden mit Bangkok unsere Reise zu starten, wägten wir die Kriminalität, Gastfreundschaft und die Englisch Kenntnisse des Volkes für unsere Ortswahl ab. Was wir nicht wussten war, dass Nadine und Marcello Bangkok als ihre Endroute aussuchten.

Wir sahen kurz vor unsere Abreise in den Social Media, dass sie sich nun in Thailand befanden, letzter Stand war Koh Phangan.

Einen Tag nach uns landeten auch sie in Bangkok und ich forderte sie auf mir ihre Location zu senden. 

Bangkok hat schliesslich 8 Mio Einwohner, so viel wie die ganze Schweiz. Als sie mir den Standort ihres Guest Houses sand, war ich baff.

Google Map genutzt in Bangkok Thailand um Freunde aufzufinden.
Google Map zeigt Location von Freunden auf.

 

Ihr Guest House lag gerade mal 5min von unseren entfernt, in der selber Strasse.

Völlig ausser Frage, wir mussten uns treffen und dies taten wir dann auch gleich zum Brunch. Sich mit ihnen auszutauschen hätte endlos weiter gehen können, so spannend waren ihre Geschichten nach 13 monatiger Reise. 

Sie gaben uns auch einige wertvolle Tipps und Inspirationen, die wir nun berücksichtigen werden.

Nach dem Brunch entschieden wir uns noch in der Khao San Road zu einem Rooftop-Pool zu gehen, also ein Swimmingpool auf dem Dach eines Hotels.

 

Es war ein sehr spannender, anregender aber auch entspannender Tag und ich merkte wie auch Simon langsam ankam. Er mochte die beiden gut und ihre Geschichten motivierten ihn sehr.

 

Wenn ihr die (absolut tollen) Reise-Bilder der Beiden sehen möchtet geht auf Instagram:

 

nadine_xenia_

more_than_the_usual

 

Ihre Heimreise ist morgen, den 11.1.18 und wir wünschen ihnen gutes Heimkommen und wieder einleben in der Schweiz. Schön dass sich unsere Wege in Bangkok gekreuzt haben.

Privat boat tour

Als wir gestern unser Guest House verliessen und einfach mal losliefen, wollten wir eigentlich noch den Grand Palace sehen. Als wir in der Nähe waren, kamen uns Unmengen von Chinesen entgegen. Ein Thailändischer Mann sprach uns an und erklärte uns, dass die Prinzessin auf dem Weg in den Palast sei und nun alle das Gebäude verliessen. Wir erkundigten uns kurz im Web und der Palace hatte tatsächlich Öffnungszeiten bis 15:30 Uhr. Der Mann empfahl uns stattdessen eine Schiffstour zu machen; die Idee gefiel uns.

 

Ich beobachtete eine Schülerbande, die Touristen interviewte und filmte, und filmte das Szenario. Daraufhin sprachen die Schüler auch uns an und führten ein Schülerinterview in gutem, wenn auch nicht ganz akzentfreiem Englisch mit uns durch. Wir sind nun also an einer Thailändischen Schule zu sehen, wie wir Fragen wie: "Was ist ihr Lieblingsort in Thailand"" und "Sprechen Sie Thailändisch?", beantworten. 

 

Kaum bewegten wir uns vom Palast fort, fing es an zu regnen. Auf einmal waren sämtliche Passanten gehüllt in Plastikcapes, trugen Regenschirme oder standen unter Dächern. Wir fanden es angenehm, liefen einfach weiter und genossen den Geruch von Sommer-Regen auf heissem Teer. 

 

Beim Pier angekommen, wurden wir sogleich von einer Thailänderin angesprochen, die diverse laminierte Bootstour-Informationskarten in der Hand hielt. Sie bot uns drei verschieden lange Touren an, wovon wir uns für die kürzeste, ein stündige Tour interessierten. 

Für diese Tour, zeigte sie uns auf der Karte auf, wollte sie von uns je den Betrag von 1200.- Baht, umgerechnet CHF 36.- pro Person.

Das war uns doch zu viel, was wir ihr auch sagten. Sie fragte uns ob wir Studenten seien, somit könnte sie uns den Preis anbieten, denn die Thailänder auch bezahlen würden, noch 800.- Baht. Wir antworteten dass wir keine Studenten, aber Backpacker seien und selbst dieser Preis sei uns noch immer viel zu teuer. Sie fragte uns was wir bezahlen würden.

1200.- Baht für beide, also halber Preis sozusagen schlug ich vor. Simon fand das noch immer viel zu teuer und die Thailänderin schüttelte den Kopf. Als wir gehen wollten, überlegte sie es sich doch anders und führte uns nicht mehr ganz so freudig runter zum Bootssteg.

CHF 36.- fanden wir zwar noch immer genug teuer, trotzdem waren wir ein wenig stolz auf unsere wachsenden Verhandlungskünste.

 

Wahrscheinlich wäre es sogar möglich gewesen noch weniger zu bezahlen. Auf jeden Fall aber hat sich die Bootstour mehr als gelohnt.

Kleines privates Boot mit buntem Dach, gestartet am Pier von Bangkok Thailand. Günstiger Preise verhandelt, halber Preis.
Private Boots Tour in Bangkok auf dem Fluss.

Wir waren zu zweit in einem langen Boot, welches hinten auf einen Automotor angeschnallt hatte und mit einem bunten Dach versehen war. Ich dachte nach den ersten Wellen bereits, ich würde Seekrank werden, aber als das Boot in den Kanal einbog und das Wasser ruhiger wurde, war die Fahrt äusserst angenehm. 

 

Auf beiden Seiten waren sehr interessante Bauten zu sehen;

Zum einen standen da alte Bauten auf Pfeilern, verwachsen mit der Natur, welche allem Anschein nach, völlig organisch gewachsen waren. 

Zum anderen gab es auch Villen mit verzierten Zäune und teuren Autos davor.

 

Die Grenze zwischen Reich und Arm war nicht auszumachen. 

 

Die Bootstour selber war entspannend und befriedigend.

 

Neben dem Pier fanden wir eine grosse Parkanlage mit einem kleinen Park, dort befanden sich wenige Militärposten mit Soldaten darin. Wir entschieden uns von dort aus ein paar Drohnenaufnahmen zu machen und fragten uns wie lange es gehen würde, bis man uns auffordert die Drohne zurück zu holen und die Anlage zu verlassen.

Als der Mann auf uns zu kam, meldete die Drohne bereits, dass ihr der Akku ausging und sie kam automatisch zurück. Der Herr bedankte sich für unser Verständnis und wir hatten was wir wollten.

 

Drohnenaufnahmen sind in der Nähe des Royal Palace nicht gestattet.

Ping Pong Show

Am Abend gingen wir auf der Suche nach was Lokalem zum Essen in die Khao San Road. Wir assen diverses von den Ständen und holten unsere Getränke in einem der vielen Seven Eleven Shops. 

Satt und etwas angetrunken liefen wir durch die Strasse und wurden von einem Taxi Fahrer mit dem Schild; Ping Pong Show gestoppt. Wohlwissend, dass es solche Dinge in Thailand gibt, hätten wir nie danach gesucht, trotzdem waren wir neugierig. Er hielt uns einen Programm-Flyer hin mit diversen Punkten wie; Smoke Cigarette, Banana Splitt und Live Sex.

Erinnerte uns ein bisschen an unser geliebtes Amsterdam und moralische Verwerflichkeit hin oder her, wir schauten uns grinsend an und wollten was erleben. Er fuhr uns etwa 15 Minuten aus dem Ort raus und erzählte uns in furchtbarem Englisch sein halbes Leben, es war ziemlich unterhaltsam. Bei der Show angekommen bot er uns an, die Stunde auf uns zu warten und wieder zurück zu fahren. Für beides zusammen wollte er 200.- Baht, umgerechnet CHF 6.-

 

Für je 800 Baht, also CHF 24.- wurden wir dann in den Show Room geführt und bekamen einen Drink unserer Wahl obendrauf. 

Der Drink war ganz schön stark und sollte wohl die Spendabilität der Gäste fördern. Der Raum war sehr dunkel und wir sassen in die vorderste Reihe um was sehen zu können. Wir wurden mehrfach und streng ermahnt keine Fotos zu machen und unsere Handys in der Tasche zu lassen.

 

Es unterschied sich alles schon sehr von Amsterdam. Man hatte das Gefühl im Untergrund gelandet zu sein und dass sämtliche Mitarbeiter, ob Barkeeper, Servierdame oder Artistinnen, sich nicht wohl fühlten in ihrem Job. Die Gesichtsausdrücke der Artistinnen waren eher angespannt und erfüllt von Scham und etwas Arroganz. Sie zogen ihr Ding auf der Bühne mit vier Tanzstangen durch, jedoch ohne jegliche Freude oder Leidenschaft. Ähnliche Shows kannte ich bereits von der Sextasia in Basel, doch die Räume waren hell beleuchtet und die Artisten schienen stolz.

 

Die Ping Pong Show erinnerte mich eher an Sklaverei. Sklaven des Geldes, der Not, des Tourismus. 

 

Die hübscheste der Frauen zog eine ewig lange neonfarbene Schnur aus ihrer Vagina, die sie dann um sämtliche vier Tanzstangen wickelte, das Ende immer noch intus. Als sie auf einmal die Schnur zu einem Knäuel wickelte und zu mir hin streckte, reagierte ich im Affekt und hielt sie fest. Simon starrte mich mit grossen, ungläubigen Augen und grinsendem Mund an. Ich ging zur Toilette und wusch mir die Hände.

Als ich zurück kam, setzte sie sich neben mich und bat um Trinkgeld, während ich mein Desinfektionsmittel in der Tasche suchte. 

Irgendwie tat sie mir leid und gleichzeitig mochte ich sie auch. Ich hätte ihr gerne etwas gegeben, aber der Anlass war teuer genug. Simon streckte ihr 20 Baht hin und sie ging beleidigt weiter. 

 

Ich würde nicht noch einmal hin gehen. Ob es ein Erlebnis wert ist?

Man kann sagen, solche Formen von Ausbeutung sollte man nicht unterstützen. Auf der anderen Seite ist es ein Job wie jeder andere auch, wenn man ihn sich aussucht (freiwillig macht) und davon leben will oder muss, benötigt man diese Einnahmen und ein Boykott löst wiederum Not aus.

Doch Not macht erfinderisch und kann verursachen, dass sich diese Personen eine andere Einnahmequelle suchen.

Ob diese dann besser oder schlechter ist, sei dahin gestellt.

 

Mein Fazit somit, jeder muss für sich selber entscheiden, ob er eine Ping Pong Show in Thailand besuchen möchte.

Ihr habt aber wahrscheinlich nichts verpasst, wenn ihr es lässt. 

Unterwegs nach Koh Samet

Seit bald vier Stunden sind wir nun mit dem Big Bus unterwegs nach Ban Phe, dort steigen wir dann um auf die Fähre nach Koh Samet, wenn hoffentlich noch eine fährt. Die Fahrt im Bus konnte ich gut für meinen aktuellen Reisebericht nutzen. Nun bin ich sehr gespannt was uns in Koh Samet alles erwartet. In Bangkok hat es den ganzen Tag geregnet, erst jetzt da wir langsam am Ziel ankommen, scheint hier die Sonne.

Wir sind gespannt!

verfasst am 10.1.18